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 Atheismus in Ostdeutschland

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Ulixes83




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Anmeldungsdatum: 15.11.2010
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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 00:34    Atheismus in Ostdeutschland Antworten mit ZitatNach oben

Schon wieder ein Artikel über den hohen Anteil an Atheisten in Ostdeutschland (was eigentlich schon hinreichend lange bekannt ist), bestimmt schon der 3. in den letzen paar Tagen.

http://www.welt.de/kultur/article106207333/Der-Unglaube-im-Osten-ist-ein-Erbe-Preussens.html

Diesmal ein Interview mit Martin Mosebach, einem Gläubigen, der unter anderem das hier sagt:

"Unglaube ist ein Mangel. Ein Leben in völliger Abkehr von Gott ist eine reduzierte Existenz."

Im weiteren Verlauf geht er glaube ich noch auf die Ursachen ein, aber so genau habe ich nach dem obigen Satz nicht weiter gelesen. Dennoch vermute ich, dass er bei seiner Ursachenforschung nicht einmal auf den Gedanken kommt, dass man auch Atheist sein kann, weil man nicht an dämliche Märchen glauben möchte.

Hier wäre dann noch ein "älterer" Artikel von WO zum gleichen Thema:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article106205333/Warum-so-wenige-Ostdeutsche-an-einen-Gott-glauben.html

In diesem Artikel werden übrigens wieder nur die Meinungen von Christen zitiert und es wird so dargestellt, dass es zwar ein Problem ist, aber man arbeitet daran. Aber vielleicht wollen wir ja gar nicht missioniert werden, aber an sowas denken die Gläubigen ja scheinbar nicht.

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“Rational arguments don’t usually work on religious people. Otherwise there would be no religious people.” (Gregory House, M.D.)

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Locke






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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 00:48    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Na, dieser Mosebach ist ja eine Zuckermaus:

"Mosebach: Für die Christen ist es immer schlimm, wenn Menschen die Verbindung zu Christus verlieren. Weil sie davon überzeugt sind, dass diese Verbindung die Fähigkeit, Mensch zu sein, erst zur Vollendung bringt. Diejenigen, die religiös unmusikalisch sind – wie man das heute so flott formuliert –, sind in ihrer Vollausbildung als Menschen beeinträchtigt. Unglaube ist ein Mangel. Ein Leben in völliger Abkehr von Gott ist eine reduzierte Existenz. Die seelische und auch die rationale Fülle des Menschseins ist dann nicht gegeben, wenn die Verbindung zum Schöpfer verödet ist."

kann man auch umschreiben:
"Locke: Für die Märchenonkel ist es immer schlimm, wenn Menschen die Verbindung zum Osterhasen verlieren. Weil sie davon überzeugt sind, dass diese Verbindung die Fähigkeit, Wunschdenker zu sein, erst zur Vollendung bringt. Diejenigen, die nicht leichtgläubig sind – wie man das heute so flott formuliert –, sind in ihrer imaginativen Suggestibilität beeinträchtigt. Rationalität ist ein Mangel. Ein Leben ohne Einbildungen ist eine reduzierte Existenz. Die seelische und auch die rationale Fülle des Menschseins ist dann nicht gegeben, wenn die Verbindung zum Osterhasen verödet ist."

Der Mensch, der Engel etc. halluziniert, definiert seine Halluzinationen einfach als Teil der Normalität, wodurch derjenige, der nicht halluziniert, reduziert erscheint.

Echt irre.
Und so verblendet, dass er eine höhere moralische Wertigkeit beim Halluzinierenden annimmt.

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BEChakotay




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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 01:22    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Uff. Ich nenne mich Christ. Aber nein, ich schäme mich nicht. Ich bekenne jedoch, dass ich mich diesen Ansichten niemals anschließen kann:

- Atheisten sind in ihrer Vollausbildung als Menschen beeinträchtigt
- Unglaube ist ein Mangel
- Ein Leben in völliger Abkehr von Gott ist eine reduzierte Existenz
- die seelische und auch die rationale Fülle des Menschseins ist dann nicht gegeben, wenn die Verbindung zum Schöpfer verödet ist

Ich erkläre hier ausdrücklich mein Weltbild:
- Atheisten sind (selbstverständlich!) vollausgebildete Menschen
- Unwissen ist ein Mangel, Glaube ist Privatangelegenheit
- ein Leben in völliger Abkehr von einem Gottglauben ist jedermann frei überlassen und keinesfalls eine reduzierte Existenz
- die seelische und rationale Fülle des Menschseins hängt von vielerlei ganz persönlichen Umständen ab; ob ein Mensch ein erfülltes Dasein erlebt, ist nur und rein subjektiv beantwortbar

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Wir werden erst Frieden mit den Islamanhängern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben, als dass sie uns hassen.

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Lotte




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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 10:35    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Soso, ich erleide also einen Mangel? Ich bin nicht voll ausgebildet?
Und wenn man zwischen den Zeilen liest: ich bin nichtmal ein richtiger Mensch (keine komplette Fülle des Menschseins) Laughing

Na denne ...

Wir sind es ja gewohnt, wir Atheisten: für die einen sind wir Affen und Schweine - für die anderen halt keine richtigen Menschen. Razz

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Gruß,
Lotte

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Locke






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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 10:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Bec, auf der Linie kann man sich einigen... Wink

Ich kenne viele nette, aufrechte Christen, die ihren Glauben niemandem aufdrücken und auch den naturwissenschaftlichen Unterricht nicht mit christlichen Inhalten infiltrieren wollen.

Glaube = Privatsache.
Genauso wie sex. Orientierung oder die Frage, ob man Piercings trägt oder nicht etc. pp.
Mehr braucht es dazu nicht.

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Lotte




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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 13:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Natürlich: ich kenne auch viele nette, aufgeschlossene Menschen Very Happy Die Mehrzahl der Göttergläubigen ist das wahrscheinlich.

Aber ich kenne leider auch solche Göttergläubige (verschiedener Religionen), welche solche oder ähnliche Sichtweisen wie Herr Mosebach vertreten, wenn es um Atheisten geht.

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romeo1




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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 14:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich wußte es schon immer. Im Osten leben weltweit die gemeinsten Atheisten (mich eingeschlossen). Ich bin nun kein bischen darüber traurig, daß dies einigen Leuten nicht paßt.
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brightsideoflife




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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 14:36    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Buch passt ganz gut zum hier angesprochenen Thema (habe ich mir gestern gekauft und die erste Lektüre hat mich nicht enttäuscht):

http://www.amazon.de/Keine-Macht-Doofen-Michael-Schmidt-Salomon/dp/3492274943/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1335009953&sr=8-1

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Das dritte und vierte Jahrzehnt des 21. Jahrhundert werden Dekaden der Aufklärung sein - sonst werden sie möglicherweise gar nicht sein. (sehr frei nach André Malraux)

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Ulixes83




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BeitragVerfasst am: 03.05.2012 18:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Und schon wieder labert ein Bischof in einem Interview bei Welt Online über die Gründe des bösen Atheismus in Ostdeutschland:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article106257129/Gottesglaube-ist-hierzulande-gleichsam-verdunstet.html

Sein Erklärungsversuch:

"Es gibt keine monokausale Erklärung. Vieles kommt zusammen: das Weiterwirken atheistischer und antireligiöser "Volksaufklärung", von Feuerbach und Haeckel angefangen über den Biologismus der Naziideologie bis hin zum staatlich verordneten dialektischen Materialismus marxistischer Prägung, aber auch der lange Ausfall solider religiöser Bildung für breite Bevölkerungsschichten, die kaum eine Chance hatten, den christlichen Glauben authentisch kennen zu lernen."

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Amavida






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BeitragVerfasst am: 03.05.2012 22:40    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Ulixes83 » hat folgendes geschrieben:
Und schon wieder labert ein Bischof in einem Interview bei Welt Online über die Gründe des bösen Atheismus in Ostdeutschland:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article106257129/Gottesglaube-ist-hierzulande-gleichsam-verdunstet.html


Aus diesem Link:

Zitat:
Die hiesige Areligiosität ist eher eine Hilflosigkeit im Umgang mit Religion.


Dass Religiöse offenbar einfach nicht kapieren können, dass Areligiosität nichts mit "Hilflosigkeit im Umgang mit Religion" zu tun hat und somit einen Mangel darstellt, sondern schlicht mit der persönlichen Feststellung, dass Religiosität eine völlig überflüssige - wenn nicht sogar schädliche - Haltung ist! Rolling Eyes

Zitat:

Ich meine: Der Mensch ist unrettbar offen für Transzendenz.


Er ist tatsächlich offen für so ziemlich jeden Unfug, wenn er ihm früh genug im Leben eingetrichtert wird, nicht nur für Transzendenz.

Zitat:

Er muss sich notwendig "übersteigen", sonst bleibt er ein findiges Tier.


Kommt mir irgendwie bekannt vor. Wie war das doch gleich mit den Ungläubigen, die wie Vieh sind?

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http://www.islaminstitut.de/
http://www.ex-muslime.de/
http://boxvogel.blogspot.de/


Falsche Ansichten zu widerrufen erfordert mehr Charakter, als sie zu verteidigen.
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

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romeo1




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BeitragVerfasst am: 04.05.2012 07:50    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich gehöre auch zu diesen gemeinsten Atheisten auf der Welt und mir ist das Geschwätz dieses Bischoffs piepegal.
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