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 Khorchide und der Kuschelislam

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skyla




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Anmeldungsdatum: 22.01.2015
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BeitragVerfasst am: 26.06.2015 19:12    Khorchide und der Kuschelislam Antworten mit ZitatNach oben

« Redpanther » hat folgendes geschrieben:
Was war denn nun der Völkermord an den Banu Quraiza, was war das anderes als exzessives Morden?

Selbst jemand wie Hans Küng, der dem Islam durchaus wohlgesonnen ist, kommt daran nicht vorbei.

http://antikezukunft.de/2014/12/19/massakrierte-muhammad-900-juden-an-einem-tag/


Hi.

"Der Islam-Experte Mouhanad Khorchide erklärt im Interview mit FOCUS Online, wie Islam und Gewalt zusammenhängen.

FOCUS Online: Herr Khorchide, 627 n. Chr. wurden die Männer des jüdischen Stamms der Banu Kuraiza mit Billigung des Propheten und in Anwesenheit Mohammeds mitten in Medina enthauptet – manche Quellen sprechen von 400 bis 900 Männern in zwei Tagen. Die Frauen und Kinder wurden in die Sklaverei verkauft. Können Sie uns Hintergründe und Verlauf dieses Vorgangs erläutern?

Mouhanad Khorchide: Da die historischen Ausführungen sehr lang sind, hier eine stark verkürzte Wiedergabe der Ereignisse: Der Prophet Mohammed hatte einen Friedensvertrag mit den Banu Kuraiza abgeschlossen. In der Grabenschlacht von 627 n. Chr. gegen die Mekkaner unterstützen die Anhänger der Banu Kuraiza die Mekkaner gegen die Muslime und begingen dadurch einen militärischen Verrat, wodurch viele Muslime ums Leben gekommen waren. Deswegen wurden die Krieger von Banu Kuraiza getötet.

FOCUS Online: Was sagt der Koran dazu?

Khorchide: Der Koran kommentiert dies in der 33. Sure nur kurz: „Und er ließ diejenigen von den Leuten der Schrift, die sie (die Mekkaner) unterstützt hatten, aus ihren Burgen herunterkommen und jagte ihnen Schrecken ein, so dass ihr sie (in eure Gewalt bekamet und) zum Teil töten, zum Teil gefangen nehmen konntet.“

FOCUS Online: Wie viele jüdische Kuraiza wurden nachweislich getötet?

Khorchide: Was nun die Authentizität der Erzählung und vor allem die Zahl der getöteten Personen der Banu Kuraiza betrifft, so ist folgendes zu sagen: Die Zahlen zwischen 400 und 900 sind zwar in biografischen Werken über den Propheten zu finden, wie in dem Werk von Ibn Ishaq. Allerdings sind diese Überlieferungsketten zweifelhaft. In allen Überlieferungsketten tauchen Personen auf, die selbst zum Stamm Kuraiza gehörten, damals aber noch Kinder waren und später zum Islam übergetreten sind . Laut diesen Erzählungen habe Mohammed 5000 Gefangene in der Wohnung einer Frau gesammelt (wie groß muss diese Wohnung gewesen sein?), um anschließend 700 bis 900 töten zu lassen.

FOCUS Online: Und welche Zahlen geben die authentischen Überlieferungsketten an?

Khorchide: Die authentische Erzählung über diesen Vorfall sowohl bei Bukhari als auch bei Muslim, die zwei authentischsten Hadith-Werke des sunnitischen Islams, erwähnt keine Zahlen und besagt, dass lediglich die „Muqatela“, also diejenigen, die am Krieg teilgenommen haben, getötet wurden.

Eine authentische Erzählung der Geschichte findet sich außerdem auch im Buch „Al-Amwal“ von Humaid Ibn Zenjawaih, der die Geschichte durch eine authentische Überlieferungskette anführt. Dort ist die Rede von 40 kriegsbeteiligten Personen, die getötet wurden, keineswegs von Hunderten. Die spätere Glorifizierung mancher muslimischer Historiker hat die Zahl nach oben getrieben.

FOCUS Online: Kann man hier Ihrer Meinung nach von einem Massaker, also einem besonders grausamen Massenmord ohne militärische Notwendigkeit, sprechen?

Khorchide: Auf der Grundlage des zuvor Gesagten kann man keineswegs von einem Massaker sprechen, denn es handelte sich damals um 40 Krieger, die im Krieg Verrat ausgeübt haben. Im frühen siebten Jahrhundert wurde Verrat auf der arabischen Halbinsel mit dem Tod geahndet.

FOCUS Online: Wie haben islamische Theologen und Juristen den Vorgang gerechtfertigt und bewertet?

Khorchide: Die meisten klassischen Gelehrten sehen darin eine legitime Vergeltung für den militärischen Verrat an den Muslimen, der viele Menschenleben gekostet hat.

FOCUS Online: Und welche andere Interpretationen des Vorgangs gibt es außerdem?

Khorchide: Der Prophet Mohammed hatte zuvor andere, auch jüdische Krieger, freigelassen, die ähnlich wie im Fall Banu Kuraiza, Verrat begingen, diese haben trotz Freilassung die Muslime weiterhin bekriegt, deshalb kam die Idee mit dem Töten der 40 Krieger von Banu Kuraiza von einem Gefährten des Propheten. Einige Gelehrte sehen in diesem Vorgehen eine gewisse Präventivmaßnahme."

http://www.focus.de/wissen/mensch/religion/enthauptungen-gekidnappter-journalisten-massaker-der-is-gehoert-gewalt-zu-mohammeds-lehren_id_4111438.html

Zu deiner Frage:
Zitat:

Was war denn nun der Völkermord an den Banu Quraiza


Hier die Antwort aus dem Interview drauf:

"FOCUS Online: Kann man hier Ihrer Meinung nach von einem Massaker, also einem besonders grausamen Massenmord ohne militärische Notwendigkeit, sprechen?

Khorchide: Auf der Grundlage des zuvor Gesagten kann man keineswegs von einem Massaker sprechen, denn es handelte sich damals um 40 Krieger, die im Krieg Verrat ausgeübt haben. Im frühen siebten Jahrhundert wurde Verrat auf der arabischen Halbinsel mit dem Tod geahndet."

Fazit: Man kann also noch nicht mal von einem Massaker sprechen, geschweige denn wie DU behauptest von einem Völkermord. Völkermord sieht ganz anders aus.


Lg

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Redpanther




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BeitragVerfasst am: 26.06.2015 19:35    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Und wieder nur ein c/p-Beitrag von dir, schwach. sehr schwach!

Es gibt und gab sicher zig-tausend Islamwissenschaftler weltweit, die einen völlig anderen Islam vertreten als der säuselnde Islamverklärer Korchide, der sogar wegen seiner Interpretation des Islams unter Polizeischutzgestellt werden musste.

Wenn man die personifizierte Taqiyya sucht, kommt man zwangsläufig auf Korchide.

Hast du nichts Besseres anzubieten als den?

Wie wäre es denn mit Ibn Ishaq, was das Massaker an den Banu Quraiza betrifft?

Da habe ich noch was für dich:
http://belgien.exmuslim.org/volkermord-an-den-banu-quraiza-islam.html

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Saluton16




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BeitragVerfasst am: 26.06.2015 19:52    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Moin!

Ich versuche seit langem zu verstehen, wie Islamgläubige mit der externen Sicht auf ihren Glauben umgehen. Einige wenige(?) akzeptieren ihren Glauben eben so, wie er offenbart wurde und richten sich danach. So z.B. die Exekutive (!) im KSA oder Iran. Andere versuchen, sich einen "eigenen" Islam zurechtzudefinieren und zu bestreiten, dass die offenbarten Regeln wirklich gültig sind.

Ich verstehe es nicht wirklich. Was ist daran so kompliziert "den Islam" als das zu sehen, was man sehen kann.

Kai

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Star Lord




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BeitragVerfasst am: 27.06.2015 16:11    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@skyla
Ich habe dir schon einmal gesagt, dass mich dein euphemistischer Phantasie-Islam nicht interessiert.
Ich orientiere mich am Islam der in der Realität existiert.
Das ist jener mit den Kopfabschneidern und Sklavenhändlern!

Deshalb: Erleuchte doch deine - angeblich - fehlgeleiteten Mitmuslime mit deinen wertvollen Erkenntnissen.
Und nimm gleich den selbsternannten Islamexperten Khorchide mit.
Der macht nämlich das gleiche wie du - Nichtmuslime mit hohlen Phrasen volltexten.


Dazu passt dieses Fundstück aus einem Blog-Kommentarbereich:
Die Ehefrau des muslimischen Attentäters in Frankreich sagt exakt, wie es ist: "Wir sind eine ganz normale moslemische Familie mit drei Kindern."

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„Nach dem Nazismus und dem Kommunismus ist der Islam die dritte totalitäre Ideologie, welche die Menschheit bedroht.“ György Konrád, Holocaustüberlebender

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Redpanther




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BeitragVerfasst am: 27.06.2015 16:26    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Star Lord » hat folgendes geschrieben:
den selbsternannten Islamexperten Khorchide mit.


Korchide ist zwar Islamwissenschaftler, aber er vertritt einen Kuschelislam, den er sich wohl selbst konstruiert und schöngeredet hat, indem er die Gewaltsuren einfach negiert.

So sehe das jedenfalls auch die muslimischen Verbände.

Ende 2013 protestierten muslimische Verbände (darunter der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion und der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland) gegen Khorchide, dessen historisch-kritische Methode und Thesen zur Barmherzigkeit sie ablehnen.[6] Ihrer Ansicht nach genügten Khorchides theologische Positionen weder wissenschaftlichen Ansprüchen, noch gingen sie mit seiner Selbstverpflichtung zu einer bekenntnisgebundenen Islamtheologie konform. Dadurch sei das Vertrauen der organisierten Muslime in seine Arbeit beschädigt

https://de.wikipedia.org/wiki/Mouhanad_Khorchide

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Star Lord




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BeitragVerfasst am: 27.06.2015 17:11    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Wenn er wenigstens eine echte historisch-kritische Exegese betreiben würde...

Khorchide ist aber bloß der typische Vertreter eines formal auch westlich gebildeten Vorzeigemuslims, der von den üblichen Ahnungslosen aus der Fraktion Islam-Apologetik in Medien und Politik hofiert wird.
Übersehen wird dabei, dass Khorchide lediglich seinen Privatislam predigt, und dabei auch noch für ein fast ausschließlich westliches wie nichtmuslimisches Publikum schreibt.

Denn Ahadith und die Fatwas der Rechtsschulen sind, anders als er es in Büchern und Interviews darstellt, völlig eindeutige Vorschriften der Sharia.
Auch im zeitgenössischen Islam gilt nach wie vor, dass die "Tore des Idjtihad geschlossen sind", also dass eine moderne Auslegung und Interpretation nicht möglich ist.
Das gilt für jede Rechtsschule und für Shia wie Sunna gleichermaßen - kein einziger Reformversuch war bisher erfolgreich, Reformislam wird nirgendwo gelehrt oder praktiziert!
Wie denn auch, in der Regel wird gerade nicht kritisch hinterfragt - sondern nur Selbstbetrug betrieben, man lügt sich über die wahre Natur des Islam und des Propheten in die Tasche.
Das ist so als hätte Luther gesagt: der Papst wird nur falsch verstanden...

Und so gab es zwar auch historisch immer wieder Einzelpersonen die Reformansätze propagiert haben, aber die wurden zu ihrer Zeit immer verfolgt und sind heute nahezu vergessen.
Was bleibt sind isolierte Einzelmeinungen abseits des Mainstreams und abseits aller anerkannten Autoritäten im Islam.

Wird doch im Quran selbst darauf hingewiesen, dass der Inhalt ohne Fehl und zeitlos gültig sei.
Für den isl. Raum ist Khorchide überhaupt ohne Relevanz (wer kennt und akzeptiert ihn dort als Autorität?), wie schon angedeutet, bearbeitet er vor allem ein westlichen Zielpublikums im Rahmen des Dialügs der Religionen.

Wer Bücher mit einem Titel wie: Islam ist Barmherzigkeit schreibt, der hat in Wahrheit noch gar nicht verstanden, dass der Islam einer Reform bedarf.
Er sieht nur ein Problem in der Wahrnehmung des Islam, aber nicht eines des Islam selbst.

Khorchide ist wie ein Salonlinker der den Kommunismus retten will, und dabei locker flockig über die Killing Fields und die Opfer des Gulags hüpft.
Die Nase hoch in die Luft gestreckt, damit er nicht durch den Verwesungsgeruch gestört wird.

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Redpanther




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BeitragVerfasst am: 27.06.2015 21:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hier ein sehr interessantes Streitgespräch zwischen Korchide und Abdel-Samad.

http://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-religion/video/islam-unter-faschismusverdacht?id=c2b5adcc-cfe2-4f03-a4b3-12d3c2603c18

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