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 Synagoge(n) in Mekka?

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Saluton16




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 17:37    Synagoge(n) in Mekka? Antworten mit ZitatNach oben

Moin!

Weiss man eigentlich von Synagogen in Mekka, und wenn ja, wann diese dann zerstört wurden?

Danke,
Kai

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Star Lord




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 18:09    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ist sicher nicht falsch wenn man davon ausgeht, dass Synagogen immer dann zerstört oder umgewidmet wurden sobald die Juden jeweils vertrieben oder ermordet wurden.
Und in Mekka wurden sie wahrscheinlich illegal (so wie der ursprüngliche arabische Polytheismus) als die Stadt nach der Eroberung ausschließlich dem Islam geweiht wurde.

Recht interessanter Text, die Frühzeit des Islam aus jüdischer Perspektive betrachtet.
http://www.jewishmag.com/148mag/mohamad_islam_jews/mohamad_islam_jews.htm

Juden von Medina
http://www.jewishencyclopedia.com/articles/10545-medina

What happened to the Jews of Arabia
http://www.aish.com/h/9av/ju/What_Happened_to_the_Jews_of_Arabia.html

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Morena




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 18:13    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Dazu habe ich folgendes gefunden :


StartseiteReligionSynagoge


Begriff Synagoge

Das griechische Wort "synagoge" übersetzt den hebräischen Ausdruck "eda", der soviel bedeutet wie "die sich versammelnde Gemeinde". So ist die Synagoge ein Haus der Versammlung / der Zusammenkunft.

Entstehung von Synagogen

Synagogen entstanden nach der Zerstörung des Ersten Tempels und dienten seither als Ort des jüdischen Gottesdienstes. Sie ist immer nach Jerusalem ausgerichtet (in Europa in West-Ost- Richtung). Gottesdienste finden jeweils morgens, mittags und abends statt, wozu sich mindestens zehn religionsmündige Männer einfinden müssen. Es gibt keine Glocken, welche den Gottesdienst einläuten. In Zeiten der Ghettos lief der ,,Klopfer", ein Synagogendiener (Schammasch/Schammes), von einem Haus zum anderen, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen.

Nach dem Babylonischen Exil wurde durch die Reformen des Esra die Toralesung eingeführt. Der Gottesdienst läuft nach dem ,,Siddur", dem Gebetbuch, welches aus einer Sammlung von Toraabschnitten, Psalmen und Sprüchen besteht, ab. Der Vorbeter bzw. Kantor und ein weiteres Gemeindemitglied wechseln sich beim Vorlesen daraus ab. Der Kantor (Chasan) gilt als Schaliach Zibur (,,Gesandter der Gemeinde") und wendet sich im Sinne der Gemeinde an Gott. Das "Schma Israel" ist neben dem Glaubensbekenntnis das wichtigste Gebet im täglichen Gottesdienst. Während des Gottesdienstes wird mehrmals Kaddisch gesagt.

Aufbau einer Synagoge


rot...Toraschrein

türkis...Lesepult (Almemor / Bima)

gelb...Frauengalerie

dunkelblau...Sitzplätze

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Morena




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 18:16    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

noch ein Text :

Die Synagoge

Die Synagogen bilden das Zentrum des jüdischen Gemeindelebens. In ihnen werden die Gottesdienste abgehalten, außerdem ist die Synagoge Ort der religiösen Unterweisung und kultureller Veranstaltungen. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Versammlung". Auf Hebräisch heißt die Synagoge Bet Kneset - "Haus der Versammlung" oder "Haus der Zusammenkunft".


Entstehung der Synagogen

In israelitischer Zeit war der Tempel in Jerusalem das zentrale Heiligtum der Juden. Hinweise deuten darauf hin, dass erste Synagogen als "kleine Heiligtümer" in der Zeit des babylonischen Exils (ca. 597 bis 538 vor unserer Zeitrechnung) entstanden sind. Sicher ist, dass die Synagoge im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung ein fester Bestandteil des jüdischen Lebens war. Nicht nur in der Diaspora, sondern auch in Israel selbst wurde die Synagoge der zentrale Versammlungsort der Gemeinde - auch in der Zeit des wiedererrichteten zweiten Tempels. Viele Tempelrituale wurden in die Synagoge übernommen, und auch die Gebetszeiten sind den Zeiten des Tempelopfers entlehnt.

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Star Lord




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 18:37    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich bin da auch kein Experte für Judaistik.
Aber Synagogen waren ursprünglich wohl eben nur Versammlungsorte.
Nicht eigentlich besonders heilige oder geweihte Häuser.
So wie das Judentum theologisch angelegt ist sollten ja die Juden in Israel leben, mit dem Tempel in Jerusalem als heiligem Ort.

Die neuzeitliche Synagoge hat wohl auch durch das formale Vorbild christlicher Kirchen ihre eigentliche Bedeutung und Ausgestaltung als sakraler Ort bekommen.
Thora-Lesungen, und was sonst noch in einer Synagoge geschieht (man kann auch jüdischer Tempel sagen), hat ja wahrscheinlich nur mehr wenig mit dem ursprünglichen Opferkult im antiken jüdischen Tempel zu tun.

Behaupte ich jetzt mal so, lasse mich aber gerne korrigieren.

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Saluton16




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 20:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Moin!

« Star Lord » hat folgendes geschrieben:
Und in Mekka wurden sie wahrscheinlich illegal (so wie der ursprüngliche arabische Polytheismus) als die Stadt nach der Eroberung ausschließlich dem Islam geweiht wurde.


Woraus ergibt sich, dass Mekka sofort dem Islam geweiht wurde als Mekka islamisch dominiert wurde? Kann das nicht noch ein paar Jahrzehnte (Jahrhunderte) gedauert haben?

Wann wurde bestimmt, dass Nichtmuslime nicht (mehr) Mekka betreten dürfen?

Danke,
Kai

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Star Lord




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 21:41    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Als Muhammed nach Eroberung der Stadt die Idole bzw Standbilder der Polytheisten zerstören ließ und die Kaaba für den Islam beanspruchte wird so ein Zeitpunkt gewesen sein.
Ohnehin, wer hätte dann noch in der Stadt bleiben wollen als Nichtmuslim?
Eine andere als die islamische Religionsausübung war ja praktisch nicht mehr möglich, neben dem Zwang sich auch noch den Muslimen unterzuordnen.

Bei einem der obigen Links steht, dass dann der Kalif Omar (bzw Umar, 634-44) endgültig die Juden aus dem Kernland vertrieben hat.

Wahrscheinlich darf man hier mehrere Dinge nicht verwechseln.
Eigentlich ist es bereits jedem Nichtmuslim verboten Saudi Arabien zu betreten - ohne Erlaubnis.

Dann ist betreten etwas anderes als sich an einem Ort anzusiedeln, oder auch nur länger zu verbleiben.
Und das ist wieder etwas anderes als seine nichtislamische Religion dort auszuüben.

Gilt ein absolutes Verbot für Mekka oder nur den Bereich der Masjid, oder ist es auch dort nur relativ?
Sure 9:28 bezieht sich nur auf die dortige Moschee in Mekka, später wurde es dann auf Medina ausgeweitet und die wahabitischen Saudis haben dann das ganze Stadtgebiet von Mekka und Medina zur verbotenen Zone erklärt - aber:
Ich nehme mal an, dass auch Nichtmuslime mit Genehmigung nach Mekka dürfen (nur wird diese Genehmigung wohl nicht sehr oft ausgesprochen werden, es sei denn die Saudis brauchen ausländische Experten, zB für Bauprojekte oder wie schon einmal bei dem Anti-Terroreinsatz)
Nachtrag: begründet wird es damit, dass diese heiligen Orte nicht für Sightseeing gedacht sind, und es für Nichtmuslime auch keinen Grund gibt dorthin zu reisen, außer eben die Saudis selbst sehen die Notwendigkeit dafür.


Immerhin lassen die Saudis auch die Shiiten zur Pilgerfahrt einreisen.
Den frühen Muslimen war es jedenfalls noch wichtig, dass kein alter Polytheist an den Riten der Hadj teilgenommen hat.
Denn diese waren ja islamisch umgedeutet worden.

Historisch waren auch andere islamische Orte sehr oft für Nichtmuslime verboten.
Timbuktu etwa (und das war lange vor dem Kolonialismus).
Und es hing auch vom jeweiligen Potentaten ab, ob er Nichtmuslime in seinem Herrschaftsbereich vertrieben oder geduldet hat.
Die Juden wurden zB einmal aus Timbuktu, und später sogar aus ganz Mali vertrieben.

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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 22:39    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Moin!

« Star Lord » hat folgendes geschrieben:
Ich nehme mal an, dass auch Nichtmuslime mit Genehmigung nach Mekka dürfen (nur wird diese Genehmigung wohl nicht sehr oft ausgesprochen werden, es sei denn die Saudis brauchen ausländische Experten, zB für Bauprojekte oder wie schon einmal bei dem Anti-Terroreinsatz) Nachtrag: begründet wird es damit, dass diese heiligen Orte nicht für Sightseeing gedacht sind, und es für Nichtmuslime auch keinen Grund gibt dorthin zu reisen, außer eben die Saudis selbst sehen die Notwendigkeit dafür.


Das - so hat man mir mal gesagt - hat etwas mit der Unreinheit der Nichtmuslime zu tun, weswegen diese keinesfalls während einer Hadsch bzw. Umra sich irgendwo aufhalten dürfen, wo sie Muslime (im Weihezustand) kontaminieren könnten

Nur, seit wann das so ist, wusste keiner - oder wollte das nicht wissen....

Kai

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Star Lord




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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 22:50    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Dabei mache ich doch regelmäßig Wudu und Ghusl...

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manchmal auch Voodoo und Grusel. Wink

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BeitragVerfasst am: 09.10.2015 23:23    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Moin!

Manchmal wünsche ich mir, es gäbe eine Voodoo-Puppe von mir. Das würde das Rückenkratzen und Messagen extremst vereinfachen!

Kai

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BeitragVerfasst am: 10.10.2015 00:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich sag nur 3-D Drucker.
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BeitragVerfasst am: 10.10.2015 00:35    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das funktioniert aber nicht, weil das Voodoo fehlt
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Star Lord




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BeitragVerfasst am: 10.10.2015 00:38    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

I do, u do, Vodoo

https://www.youtube.com/watch?v=9SSUQxGjZZ4

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