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 Kacem El Ghazzali

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Star Lord




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Anmeldungsdatum: 31.05.2015
Beiträge: 2470
Wohnort: Dar al-Hurija


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BeitragVerfasst am: 21.03.2017 23:07    Kacem El Ghazzali Antworten mit ZitatNach oben

Es ist jetzt ein anderes Europa. Eines, in dem Künstler und Autoren Selbstzensur üben müssen aus Angst vor Morddrohungen; wo Karikaturen über Jesus Redefreiheit sind, Mohamed zu zeichnen aber „Hassrede“. Ein Europa, in dem viele Linke und Feministen, konfrontiert mit dem Leid der Apostaten, der Frauen und Minderheiten in der islamischen Welt, den Kopf in den Sand stecken (...)

Tatsächlich ist schwer zu verstehen, wie die schwedische Regierungsdelegation – „die erste feministische Regierung“ – in Teheran sich der islamistischen Kleiderordnung unterwerfen konnte; dem würden sie sich sicherlich verweigern, wenn irgendein weißer Mann es ihnen aufzuzwingen gedachte.
Wie mögen sie wohl über Dorsa Derakhshani reden, die iranische Schach-Großmeisterin, die vom Wettkampf im nationalen Schach-Team ausgeschlossen wurde? Ihr Verbrechen: Den Hidschāb nicht zu tragen.

Darüber hinaus kann ich nicht begreifen, wie Menschen, die behaupten, liberal zu sein und Verteidiger der Unterdrückten, mich zum Schweigen bringen wollen, sobald ich ihre ideologische Weltsicht infrage stelle.
Kürzlich, als die Schweizer Politikwissenschaftlerin Regula Stämpfli einen meiner Artikel über Islamophobie und die regressive Linke auf ihrer Facebook-Seite teilte, beschuldigte mich ein linker Kulturrelativist in seinem Kommentar als „islamophoben, sich selbst hassenden Araber und Eurozentristen.

Gleichermaßen beschweren sich linke Genossen, dass ich zur sozialen Gerechtigkeit aufrufen sollte und zur Überwindung des Kapitalismus, statt zu verfechten, was sie „bourgeoise Freiheiten“ nennen, wie etwa Religionsfreiheit und die sexuelle Befreiung, während sie vergessen oder ignorieren, was Marx selbst hervorhob: „Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.“

Die altväterliche ideologische Brille
Es ist entmutigend, wie ich aus der Sicht vieler Europäer weder eine kritische Meinung über den Islam haben noch Immigranten für das verantwortlich machen sollte, was sie sagen oder tun.
Andererseits habe ich anscheinend jedes Recht, den Westen zu kritisieren; sie würden mich lieben, wäre ich nur ein Opfer von „Rassismus, Diskriminierung, Xenophobie“.
Die Karte des armen unterdrückten Immigranten zu spielen könnte sehr wahrscheinlich meinen sozialen Status heben und vielleicht sogar den Weg zu einer erfolgreichen politischen Karriere ebnen...


http://de.richarddawkins.net/articles/ist-europa-erloschen

Kacem El Ghazzali, 26, ist einer der wenigen Marokkaner, die ihren Atheismus öffentlich vertreten. Er lebt deswegen seit 2011 als Flüchtling in der Schweiz. Der Schriftsteller ist Vertreter der International Humanist and Ethical Union am UNO-Menschenrechtsrat in Genf sowie Ko-Direktor der Raif Badawi Foundation for Freedom.

Unterstützen sie das Fundraising zur Veröffentlichung seines Buchs „Flowers of Death Flowers of Life“:

https://www.gofundme.com/editing-and-publishing-my-book

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„Nach dem Nazismus und dem Kommunismus ist der Islam die dritte totalitäre Ideologie, welche die Menschheit bedroht.“ György Konrád, Holocaustüberlebender

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