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 Was ist denn hier passiert ?

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Weltreisender




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Alter: 52
Anmeldungsdatum: 22.04.2011
Beiträge: 90
Wohnort: Indien


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BeitragVerfasst am: 10.04.2018 01:44    Was ist denn hier passiert ? Antworten mit ZitatNach oben

Es erschüttert mich, zu sehen, wie wenig in diesem großartigen Forum noch geht.

2011, damals lebte ich in London, habe ich mich monatelang erst eingelesen und dann rege beteiligt. Islam-Deutschland.info war ein rege frequentiertes Forum mit anregenden Themen und zahlreichen täglichen Diskussionen.

Es vergingen Jahre, in denen ich kaum Zeit hatte, mich hier einzuloggen, und so vergaß ich es schließlich.

Nun, nach fast sieben Jahren Pause, endlich und endgültig in Indien angekommen und mit viel Freizeit begütert, fand ich heute endlich den Weg hierher zurück und bin erschüttert.

In der Forenübersicht finden sich die letzten Themen aus längst vergangenen Jahren. Die Bewegung ist raus. Die Mitglieder sind inaktiv. Dabei ist dieses Forum heute wichtiger denn je. Was ist passiert ?

Wie läßt es sich forcieren ?

Heute habe ich Zeit und Interesse, an einer Neubelebung, vor allem auch unter den aktuellen Vorzeichen in Europa und der Welt mit zu wirken. Und stehe doch vor einem Forum, das beinahe eingeschlafen ist.

Hat neben mir noch jemand Interesse, es wieder zu beleben ?

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Star Lord




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Anmeldungsdatum: 31.05.2015
Beiträge: 2554
Wohnort: Dar al-Hurija


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BeitragVerfasst am: 13.04.2018 14:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Weltreisender.
Schön von dir zu hören!
Ich würde meinen, der Mainstream ist passiert.

Die Webseite und das Forum hier gibt es schon recht lange, und ich selbst bin auch erst nach einigen Jahren dazu gestoßen, davor war ich in anderen Foren zur Thematik aktiv (auch muslimischen).
Keines davon gibt es heute noch!
IDI hingegen hat sich seit damals behaupten können, wenn auch mit Durchhängern dazwischen.

Das Problem wie gesagt (wenn es denn eines ist) liegt darin, dass sich sowohl die Nutzungsmöglichkeiten im Internet verändert haben (Weblogs, soziale Medien, Smart Phones etc.), wie auch, dass unser "Randthema" mittlerweile im Mainstream angekommen ist - in der gesellschaftlichen Mitte.
Es fand also eine Bewusstseinsbildung statt...
Was begrüßenswert ist und wohl auch Ziel jedes frühen Islamkritikers war.
Dieser Erfolg kommt aber auch mit einem Preis.

Ich bin jedenfalls dankbar, dass es das Forum nach wie vor gibt, schon alleine deshalb weil die Beiträge und Diskussionsverläufe nach wie vor nützlich und informativ sind.
Ich verlinke auch immer gerne bei Diskussionen an anderer Stelle darauf.
Etwas mehr Leben in der Bude würde aber auch nicht schaden. Wink

Fang doch einfach mal an und erzähl uns aus erster Hand etwas über den Islam und die gesellschaftspolitische Situation in Indien!
Zur Zeit ist ja Modi regierender PM, und er kommt von den Hindu-Nationalisten.
Ist also sicher kein Fan des Islam.

_________________
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„Nach dem Nazismus und dem Kommunismus ist der Islam die dritte totalitäre Ideologie, welche die Menschheit bedroht.“ György Konrád, Holocaustüberlebender

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Weltreisender




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Alter: 52
Anmeldungsdatum: 22.04.2011
Beiträge: 90
Wohnort: Indien


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BeitragVerfasst am: 20.04.2018 01:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@ Star Lord,

gerne doch:

Modi ist in Indien überaus beliebt - naja, er war es jedenfalls, als er gewählt wurde. Denn Modi ist ein Mann aus dem Volk. Er hat sich hoch gearbeitet. Er hat angefangen als Chai Wallah, das ist jemand, der in der Eisenbahn Tee serviert hat.

Er konnte weder lesen noch schreiben.

Das kann er inzwischen. Populär wurde er als Politiker, weil er einen harten Kurs gegen den Islam fuhr.
Das mögen Inder. Nur deshalb wurde er Premierminister.

Inder, die Islam treuen mal ausgenommen, sind echte Patrioten. In unserem Wohnzimmer hängt eine große deutsche Flagge. Das finden alle meine indischen Freunde und Bekannten großartig, ganz egal, ob sie Hidus oder Christen sind. Sie meinen unisono, zu seiner Heimat müsse man stehen.

Sie alle haben Modi gewählt, weil sie ihre Heimat erhalten und den Islam verdrängen wollten.

Du erkennst vielleicht schon, worauf ich hinaus will. Das Wort "Patriot" hat in Deutschland bereits einen schalen Nachgeschmack, klingt fast schon wie Nazi. In anderen Ländern, und dazu muß man gar nicht erst bis nach Indien reisen, hat es einen ganz anderen Klang.

Für uns Deutsche ist es ja schon fast beschämend, die Nationalhymne zu singen, denn das tun die Pegida Demonstranten auch immer. Nur bei sportlichen Ereignissen wird sie noch runter geleiert. Dort stört sich niemand daran, weil man im Falle eines Sieges von Vettel bei der Formel 1 noch so etwas wie Nationalgefühl empfindet. Das wars dann aber auch.

Inder sind da anders. Nation und Religion sind eng miteinander verstrickt. Europa ist christlich gestrickt und hat damit enorme Erfolge in jeglicher Richtung erzielt. Das sage ich als Atheist.

Indien war Jahrtausende lang hinduistisch, durch den Einfluß der Briten und vor allem der Portugieser finden sich auch hier heute nennenswerte Prozentzahlen von katholischen Christen. Ganz nebenbei aber nicht uninteressant, sind die es meistens, die es zu etwas gebracht haben.

Doch zurück zu Modi: auch wenn er inzwischen lesen und schreiben kann, ist er eben doch kein Staatsmann, selbst wenn er Macht über Atomraketen hat.

Die Zustimmung im Volk schwindet mehr und mehr. Und das hat Gründe.

Vor gut zwei Jahren gab es in Indien eine Bargeldkrise von katastrophalem Ausmaß. Modi hatte sie durch eine überstürzte Aktion ausgelöst. Die Hintergründe waren gute. Doch sie stürzten das Land für drei Monate in eine schwere Krise. Das im einzelnen zu erläutern, würde den thread sprengen. Doch hätte Modi mich beauftragt, das zu managen, dann hätte die Bargeldkrise nie stattgefunden oder höchstens einen Tag gedauert.

Drei Monate lang konnte niemand seine Rechnungen bezahlen. Jeder war auf das Vertrauen des anderen angewiesen. Vielen ging es ganz schlecht dabei und Ausländern, auch Touristen ganz besonders.

Modi versprach, Infrastruktur zu verbessern, permanente Wasserversorgung sicher zu stellen und Stromausfälle zu minimieren.

Immer noch fahren wir über Schlaglochpisten, können nur mit großen Tanks auf dem Hausdach unsere Wasserversorgung sicherstellen, weil es manchmal tagelang kein Wasser gibt, und der Strom fällt immer noch jeden Tag mehrmals aus. Ohne Inverter und großer Batterie würden wir oft im Dunkeln sitzen wie die meisten Inder.

Kürzlich kam Modi als Hindu auf die Idee, Rindfleisch verbieten zu wollen. Nebenbei wollte er den Millionen freilaufenden Kühen auf Indiens Straßen so eine Art Personalausweis verpassen.

Die meisten Hindus sehen in der Kuh zwar ein heiliges Tier. Aber auf den Straßen ist sie ein Verkehrshindernis und eine Gefahr. Auch sind die meisten Hindus tolerant genug, kein Problem darin zu sehen, daß Christen und Atheisten Rindfleisch essen. An einem Grillabend mit Hindufreunden regt sich niemand darüber auf, wenn wir ein paar Rinderfrikadellen oder Steaks auf den Grill werfen; im Gegenteil, mein hinduistischer Grillmeister kümmert sich um die perfekte Zubereitung.

Kurzum: Modi hat seinen Vertrauensvorsprung längst verspielt.

Das ist schade aber nicht verwunderlich. Er ist eben doch nur ein Chai Wallah. Ein gebildeter und verantwortungsvoller Kopf hätte Indien nicht nur gegen den Islam kämpfend sondern auch ökonomisch deutlich voran bringen können.

Für uns als Deutsche in Indien ist das gut. Wir können mit einem Euro in Indien etwa so viel einkaufen, wie wir in Deutschland mit sechs Euro einkaufen können. Trotzdem kann ich mich darüber nicht wirklich freuen.

Und ganz nebenbei: Es würde mich sehr freuen, wenn hier wieder mehr Bewegung ins Forum käme !

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BEChakotay




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Beiträge: 14558
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BeitragVerfasst am: 22.05.2018 01:55    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Weltreisender » hat folgendes geschrieben:
Und ganz nebenbei: Es würde mich sehr freuen, wenn hier wieder mehr Bewegung ins Forum käme !

Hallo Weltreisender, genau das würde ich mir auch wünschen. @Star Lord hat zwar recht, wenn er schreibt, dass die Thematik mittlerweile in der breiten Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Insofern müsste die Beteiligung im Forum eigentlich mindestens proportional steigen. Aber "leider" hat sich die Art der Vernetzung und der Kommunikation in sozialen Medien verändert. Klassische Internet-Foren sind ein Auslaufmodell. Das sehe ich als einen Hauptgrund für das Absinken in die mediale Bedeutungslosigkeit von IDI.

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Der Islam ist das Problem!
Wir werden erst Frieden mit den Islamanhängern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben, als dass sie uns hassen.

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