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 Europas Migrationspolitik

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Redpanther




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Anmeldungsdatum: 02.04.2009
Beiträge: 13160


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BeitragVerfasst am: 22.02.2015 17:12    Europas Migrationspolitik Antworten mit ZitatNach oben

MIGRATION

"Wir reichen den Menschen den geladenen Revolver"

Europas Migrationspolitik tötet, sagt der Oxford-Ökonom Paul Collier. Zugleich findet er Misstrauen gegen Migranten normal. Er warnt vor falschen Tabus. INTERVIEW: PHILIP FAIGLE

...............................................

In Deutschland gibt es seit Jahren eine hitzige Debatte über Zuwanderer.

Collier: Wir erleben eine emotionale, lächerliche und polarisierte Debatte. Sie gipfelt ständig in einer Frage: Ist Einwanderung gut oder schlecht? Die einen sind bedingungslos für mehr Einwanderung, die anderen lehnen sie ab. Dabei ist diese Frage Nonsens.

ZEIT ONLINE: Wie lautet die richtige?

Collier: Wie viel Migration ist für alle am besten? Das ist die entscheidende Frage – und zwar sowohl für die reichen Länder, in die gewandert wird, als auch für die Herkunftsländer.

ZEIT ONLINE: In Deutschland duellieren sich Forscher derzeit vor allem mit Zahlen, die belegen sollen, wie viel Euro unter dem Strich Zuwanderer einer Gesellschaft einbringen oder nicht.

Collier: Die ökonomischen Folgen von Einwanderung sind zu vernachlässigen. Entscheidender sind die sozialen Folgen. Wir wissen, dass ein gewisses Maß an kultureller Verschiedenheit einer Gesellschaft nutzt, denn die neuen Migranten bringen Innovation und Abwechslung. Aber das gilt nur bis zu einem gewissen Maß, denn zu ungleiche Gesellschaften können negative Folgen haben.

ZEIT ONLINE: Welche sind das?

Collier: Wir wissen etwa durch Robert Putnam ...

ZEIT ONLINE: ...dem amerikanischen, eher links orientierten Soziologen ...

Collier: ... dass das gegenseitige Vertrauen innerhalb einer Gesellschaft tendentiell sinkt, wenn die Verschiedenheit durch Einwanderung zunimmt. Für die modernen und reichen Gesellschaften ist das deshalb von Bedeutung, weil wir unzählige, sehr komplexe Institutionen haben, die auf gegenseitigem Vertrauen und Kooperation aufbauen, etwa in unseren Sozialsystemen. Wenn eine Gesellschaft zu verschieden zusammengesetzt ist, wird es schwieriger, die Kooperation in solchen Systemen zu organisieren. Das ist in der Forschung nicht kontrovers, sondern Standard.

ZEIT ONLINE: Und deshalb kann zu viel Migration schädlich sein?

Collier: Offensichtlicherweise, ja. Ein zweites Merkmal der europäischen Gesellschaften ist ihre Großzügigkeit gegenüber den Bedürftigen. Zahlreiche Studien belegen, dass ein zu hohes Maß an Migration die Bereitschaft von Gesellschaften senkt, großzügig Sozialleistungen zu gewähren. Man sieht das zum Beispiel in den USA: Die Gesellschaft ist weniger homogen zusammengesetzt als jene in Europa. Dementsprechend ist der Staat weniger großzügig zu den Armen im Land.

Collier: Meine These lautet, dass die Politiker der Mitte versäumt haben, das Thema der Migrationspolitik zu besetzen. Das war ein Fehler, denn wir wissen aus Studien, dass Menschen in allen Gesellschaften beunruhigt sind, und zwar nicht über die Migration selbst, sondern dadurch, dass sich ihre gesellschaftlich vertraute Umgebung durch Einwanderung verändert. Das ist ein absolut vertrauter Befund der akademischen Forschung. Wenn wir darauf reagieren wie Europas Politiker und das Thema totschweigen, dann entsteht genau das, was wir gerade erleben: Die Menschen vergessen ihre Sorgen nicht. Und die extremen Rechten und Linken bekommen ein Thema geschenkt, das in der Mitte der Gesellschaft diskutiert werden sollte.


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/interview-collier-zuwanderung-fluechtlinge

Den Abschnitt über Pegida habe ich hier nicht reinkopiert, der kann im betreffenden Thread diskutiert werden.

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Montreal




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Beiträge: 6461


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BeitragVerfasst am: 23.02.2015 01:04    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ein Leserbriefschreiber bringt es auf den Punkt:
« BienSur 09. Februar 2015 10:37 Uhr » hat folgendes geschrieben:
Ich kann mich nicht entsinnen, in den letzten Jahren in der ZEIT Artikel gelesen zu haben, in denen für eine Einwanderung aus den USA, Skandinavien, Schweiz, Frankreich, etc. geworben wird. Nein: Einwanderung von Fachkräften aus Niedriglohnländern oder verarmten Staaten der 3. Welt, das ist es, wofür hier seit Monaten getrommelt wird. Das aktive Absaugen der Menschen, die andernorts für Aufschwung und Wohlstandsentwicklung beitragen sollten.
Und dann noch diese saublöden Fragen dieses Zeit-Online Mitarbeiters.
Letztlich auch einer von diesen Leuten, die um jeden Preis möglichst viele Mohammedaner in Deutschland ansiedeln wollen. Der Frager verschweigt diese Intention kaum.

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Redpanther




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Beiträge: 13160


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BeitragVerfasst am: 23.02.2015 01:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Montreal » hat folgendes geschrieben:
Und dann noch diese saublöden Fragen dieses Zeit-Online Mitarbeiters.
Letztlich auch einer von diesen Leuten, die um jeden Preis möglichst viele Mohammedaner in Deutschland ansiedeln wollen. Der Frager verschweigt diese Intention kaum.


Saublöd trifft es genau, ein typischer Gutmensch, der ideologisch völlig vernagelt ist.

Er wollte wohl mit seinen Fragen die Richtung der Anworten schon vorgeben, aber Prof. Collier war mindestens eine Nummer zu groß für ihn.

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Llana






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BeitragVerfasst am: 02.12.2018 22:46    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Mit dem neuen Migrationspakt wirds jetzt langsam interessant und themenübergreifend:

Wenn also Migranten im Zielland wirklich Recht bekommen auf nicht nur absolut minimalen
Sozialstandard ( woran ich wenig Zweifel habe dass das Kanzleien und
Interessengruppen salamiweise durchboxen werden) dann bedeutet das erst mal und
unabsehbar lange eine starke Zusatzbelastung für die Sozialkassen.

Würden diese Migranten im Ankunftsland dann, wenn vorhanden auch direkt in ein
bedingungsloses Grundeinkommen fallen?

Nehmen wir mal an, 5 Prozent der Chinesen sagen wir sind kulturinteressiert an europäischer
Kultur und haben ja schon genug Gerätschaft für Europa erarbeitet, also gehen wir jetzt
auch da hin und haben halt Recht auf Sozialleistung.
macht bei round about 1,3 Mrd Chinesen ca. 65 Mio, die es bevorzugt wohl nach D
ziehen wird.
Rechnen wir noch mal 30 Mio Afrikaner hinzu wirds mit Sozialkasse vermutlich langsam
eng, allein denen das System zu erklären bedarf es ja evtl. 3 Gutmenschen pro
Aspirant( also rund ca. bei 100mio Aspiranten benötigte 300 mio Gutmenschen.

Wie löst man das, ich muss noch kräftig nachdenken?
Und wo ist dann noch Platz in der Strassenbahn, kann man überhaupt genug
Ticketautomaten in der Bahn aufhängen um das alles abzufertigen, oder darf man dann
auch auf dem Dach sitzen?

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MfG, L

Wenn Gutmenschen-Cretins agieren, gibt's früher oder später Tote und Verletzte.

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Llana






Anmeldungsdatum: 27.10.2006
Beiträge: 4490
Wohnort: auf dem siebten Hügel obenang


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BeitragVerfasst am: 02.12.2018 22:53    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ergibt sich direkt eine schöne Rechenaufgabe:
Nehmen wir an, wir haben die Produktivität eines produktiven volkseigenen Betriebes ( VEBs)
der immer schön sein 5Jahres-Ziel erreichte, inzwischen um 50 Prozent überschritten.
Die Schlange am Bäckerladen ist also schon von 10 Leuten auf 5 Leute zusammengeschrumpft.
Frage:
1. Wie gross wird die Schlange, wenn der Konkurrenzladen nur noch leere Regale hat und
die Zahl der Leute, die sich in der Schlange anstellen, um 300 Prozent wächst?
2. Muss der Letzte sich selber Brötchen mitbringen, damit er keinen Hunger bekommt bis er
dran kommt?

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MfG, L

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